Die besondere Topografie reizt internationale Planer und Architekten

Veröffentlicht von am 29. November 2017 in Presseschau | Keine Kommentare

Halbzeit in der städtebaulichen Entwurfswerkstatt #MariaHilf­_NeuesWohnen: fünf Expertenteams mit fünf ganz unterschiedlichen Lösungsansätzen: Donnerstag, 30. November, 18 Uhr, Präsentation der Ergebnisse

Wie geht Städtebau und Stadtplanung? Das erlebten die zahlreichen Besucher gestern Abend im voll besetzten Haus Zoar auf eindrucksvolle Weise. Vier Tage nach der Auftaktveranstaltung zur städtebaulichen Entwurfswerkstatt #MariaHilf­_NeuesWohnen präsentierten die fünf von der Stadt eingeladenen Expertenteams bereits erste Entwürfe für das Maria Hilf-Gelände und Umgebung im Bereich zwischen Viersener Straße, Aachener Straße, Barbarossa- und Staufenstraße. Ihre Aufgabe: Entwicklung des riesigen Areals als besonderes Herzstück für den Innenstadtkern mit Schwerpunkt Wohnen. „Die Teams haben die Herausforderungen, die das Gelände mit sich bringt, in der Umsetzung der Aufgabenstellung angenommen und in Tag- und Nachtarbeit mächtig Tempo vorgelegt“, so Dr. Gregor Bonin, Beigeordneter Planen, Bauen, Mobilität und Umwelt zur einwöchigen Entwurfswerkstatt, die am Freitag mit der Prämiierung eines Siegerentwurfes durch eine Fachjury endet.

Die Zwischenergebnisse weisen alle eine unterschiedliche und prägnante Handschrift auf, haben aber eines gemeinsam: die besondere Topografie des Geländes mit einem Höhenunterschied von etwa neun Metern zwischen der oberen Ebene des Maria Hilf-Geländes und der zum Alten Markt ansteigenden Aachener Straße. Alle Teams haben aufmerksam die „Grammatik“ der Stadt mit der einzigartigen topografischen Qualität im Zentrum und dem üppigen Grünbestand gelesen und diese in den Entwürfen aufgegriffen. Ob die „Vision Stadtkrone“ mit neuer, weithin sichtbarer Silhouette und „grünem Schal“, der die Bebauung umsäumt, eine „Landschaftstreppe“, die von der Punktbebauung auf dem Plateau durch das autofreie Quartier runter zur Aachener Straße führt, oder mäanderartige angelegte Baukörper in Form von Klammern, die sich in Richtung Grün öffnen: Alle Entwürfe, an denen bis Donnerstagabend weiter unter Hochdruck gearbeitet wird, machen die Hügellage mit Aussicht über das Stadtzentrum zum Erlebnis. Besondere Aussichtspunkte sollen beibehalten und nicht verbaut werden. So sieht es vor allem auch der Entwurf der „Maria Hilf-Terrassen“ , in dem die Architekten eine verdichtete Stadt mit mehreren nach Süden ausgerichteten Terrassen im Wechselspiel zwischen Bebauung und Grünbestand vorsehen. Die Aachener Straße erhält eine neue Ausprägung als unmittelbare Verbindung zur Altstadt. Den Übergang schaffen Plätze und Baumzeilen. Serpentinartig angelegte barrierefreie Wege ziehen sich über den Hang. Das aus Delft (Niederlande) angereiste Team sieht Mönchengladbach als „Hügelstadt“, entwirft das Modell eines aus vielen ineinander verzahnten Blöcken, die sich an den Hang schmieden und bis in die Altstadt reichen. Gärten mit Obstbäumen ergänzen die öffentlich zugängliche Höfestruktur. Die verkehrsberuhigte Sandradstraße verbindet schließlich das Areal mit dem Alten Markt.

Wer mehr über die einzelnen Entwürfe erfahren möchte, sollte am Donnerstag, 30. November, 18 Uhr, unbedingt das letzte Forum 3 im Haus Zoar besuchen, in dem die Entwurfsteams ihre finalen Lösungen präsentieren.

Quelle: Stadt Mönchengladbach

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