Masterplan Nahmobilität wird eingebracht

Veröffentlicht von am 06. September 2017 in Presseschau | Keine Kommentare

Über ein Jahr lang hat die Stadt Mönchengladbach gemeinsam mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern der Lokalpolitik und den beratenden Unternehmen am Masterplan Nahmobilität gerarbeitet. Dieser soll als Rahmenplan für die zukünftige Entwicklung der Fuß- und Radwege in Mönchengladbach dienen. Im September wird das 345 Seiten dicke Werk nun als finaler Entwurf in die politische Beratung eingebracht.

Der Masterplan Nahmobilität verfolgt das Ziel, den Stellenwert des Fuß- und Radverkehres zu steigern. Dafür sollen ganzheitliche Grundsätze für Planungen abgeleitet werden, um eine qualitativ hochwertige Infrastruktur im Zuge der zukünftigen Entwicklung der Stadt zu schaffen.

Aktuell liegt der Anteil des motorisierten Individualverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen bei über 60 Prozent und somit 15 Prozent über dem Bundesdurchschnitt anderer vergleichbarer Großstädte – „deutlich zu hoch“ wie der Technische Beigeordnete Dr. Gregor Bonin findet. Hier sieht er großes Potenzial für eine qualitative Verbesserung der Lebensqualität. „Attraktive und lebendige Straßen sind daher eine Voraussetzung für eine zukunftsfähige Stadt, die im Rahmen der Stadtentwicklungsstrategie mg + entstehen soll“, so Dr. Bonin. „Dazu bedarf es der systematischen Förderung des Fuß- und Radverkehrs.“

In einem ersten Schritt hat der Masterplan Nahmobilität, welcher zu 70 Prozent durch Mittel der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bund gefördert wurde, eine Bestandsanalyse zum aktuellen Rad- und Fußwegenetz durchgeführt. Diese weist auf Lücken im Netz sowie den Optimierungsbedarf am Netz hin und verweist im Anschluss auf konkrete Maßnahmen. Weiterhin wurden Themen wie das Fahrradparken oder Fußgängerwegweisung aufgegriffen. Denn nur wenn potenzielle Radfahrer oder Fußgänger sich durch eine ansprechende Infrastruktur eingeladen fühlen, werden sie diese auch nutzen und sich nachhaltig fortbewegen.

Im Rahmen einer Onlinebefragung, bei Bürgerforen und Infoständen hatten die Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit, ihre Anregungen einzubringen, auf Probleme hinzuweisen und den Plan aktiv mitzugestalten. „Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger war für die Entwicklung von Maßnahmen von besonderer Bedeutung“, berichtet Carsten Knoch, Mobilitätsbeauftragter der Stadt Mönchengladbach. Darüber hinaus wurden erste Inhalte und Zwischenstände in Arbeitsgruppen innerhalb der Stadtverwaltung, aber auch mit Polizei und Verbänden wie dem ADFC diskutiert.

Nach der Einbringung des Masterplans im jetzt beginnenden Ratszug könnte ein politischer Beschluss schon im letzten Sitzungszyklus am Ende des Jahres erfolgen.

Damit wäre ein weiterer wichtiger Meilenstein für die nachhaltige Mobilitätsentwicklung der Stadt Mönchengladbach erreicht.

Der Entwurf des Masterplans Nahmobilität kann steht im Ratsinformationssystem zur Verfügung:

https://www.itk-rheinland.de/ratsinfo/moenchengladbach/13317/QmVyaWNodF9NTk1hLnBkZg==/12/n/133286.doc

Quelle: Stadt Mönchengladbach

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